Chronik

 

Chronik über das Schiesswesen in Unteriberg

Als Willkommgruss schrieb Kurt Fässler anlässlich vom

Jubiläums – Schiessen 100 Jahre Standschützengesellschaft Unteriberg,

welches wir im Juni 1975 durchführten:

Anno 1875 wurde die Standschützengesellschaft Unteriberg gegründet. Auf dem alten Vereinsbanner welches im Jahre 1881 geschaffen wurde, heisst es noch "Schützengesellschaft auf den Stöcken".
Wie mir mein Vater erzählte wurde anfänglich nur kniend geschossen und das Schiessen war ausschliesslich ein Sport. Ein Sport aber den nicht jedermann ausüben konnte, dazu fehlte meistens das nötige Kleingeld. Später(die Jahrzahl ist mir leider nicht bekannt) wurde beim Bund als ausserdienstliche Übung das „Obligatorische“ eingeführt. Das hatte zur Folge, dass es plötzlich viel mehr Schützen gab. Dadurch entstand eine Konkurrenz unter den Schützen, daraus entstand der 2. Verein, also der Militärschiessverein.

In meiner langjährigen Vorstandstätigkeit der Standschützengesellschaft
schrieb ich von 1962 bis 1990 fast immer die Schiesschronik.

Hier mein Schlussbericht:
Wir sind am Ende der Schiesssaison 1990 angelangt. Ein Jahr ist wieder vorüber und ich will mich nur ganz kurz einen Moment besinnen: Was hat es uns gebracht, was wird und das Nächste bringen? Sind wir nicht voller Fragenzeichen in der heutigen hektischen Zeit, in der Zeit wo bald niemand mehr für den andern Zeit findet. Umso mehr ist es zu schätzen, dass es noch Leute gibt, die für die Mitmenschen, für ihre Kameraden, für die Ideale eines Vereins ihre Freizeit opfern. Ich frage mich dabei auch weiter, wie wird es mit den Schützenvereinen und ihren Anlagen weitergehen, werden sie sich zu einer
Gemeinschaft finden. Wird es in absehbarer Zeit eine Lösung geben, eine Lösung
zu aller Zufriedenheit mit einer schönen modernen und technisch gut ausgerüsteten Gemeinschaftsanlage? Man sollte meinen dass im Zeitalter wo sich Ost und West so rasch gefunden haben, es für uns eine Kleinigkeit sein sollte. Jedenfalls wünsche ich allen meinen Kameraden guten Mut, gegenseitiges Verständnis, Tolleranz, Einsicht für eine gute Sache und den Sinn für das Schöne.
1962 durfte ich dieses Buch (Schiesschronik) in Empfang nehmen um die Geschehnisse des Vereins so gut wie möglich fest zu halten, damit auch die Nachwelt bei Gelegenheit Einsicht nehmen kann. Nun ist es voll geworden und auch der Chronist ist älter geworden, ja er tritt nun über zu den Veteranen. Somit verabschiede ich mich, wenigstens als Chronist und hoffe, noch lange mit meinem neuen Sturmgewehr aktiv mitmachen zu können, das heisst so oft ich dazu Zeit und Gelegenheit finde.

In diesem Sinne verbleibe ich, als Euer langjähriger Chronist
Kurt Fässler

Das 1. Schiessbuch führte Arnold Horath vom April 1946 bis 1951 und Josef Holdener führte es weiter bis Ende 1960

Neues Protokollbuch eingeführt von Kurt Fässler (Maschinenschrift)
86. ordentliche Generalversammlung vom 19. Februar 1961

im Vereinslokal Hotel Rösslipost
Bis und mit 96. GV vom 6. März 1971

Ab
19. April 1971 bis mit 10. März 1973 Ludwig Litschi
Ab 09. März 1974 bis und mit 28.Februar 1975 Anton Fässler
Ab 15. Aug. 1975 bis und mit 13. März 1981 Martin Ott
Ab 27. März 1981 bis und mit 11. März 1983 Thomas Marty
Ab 03. Juli 1983 bis und mit 08. März 1985 Josef Suter
Ab 09. April 1985 bis u. mit 25. März 1991 Kurt Fässler
Ab 25. März 1991 bis u. mit 29.April 1991 Martin Ott
Ab 06. Juni 1991 bis u. mit 04.April 1993 Richard Attinger
Vorstandsitzung 10. Februar 1993 Kurt Fässler wurde durch
verdienstvolle Arbeit im Schützenverein die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Die Jahre die er im Vorstand tätig war:
1957 – 1961 Materialverwalter
1959 – 1960 Fähnrich
1961 – 1971 Aktuar
1962 – 1971 Chronist (mit 5 Jahre Unterbruch, 1971-1975)
1975 – 1983 Schützenpräsident
1985 – 1991 Aktuar

Vorstandsitzung 24. Oktober 1994
im Café Horat.
Von beiden Vereinen, Standschützen und Militärschiessverein sind die Vorstände zusammen.
Traktandum Finanzierung der elektronischen
Trefferanlage
Zusammenlegung der beiden Vereine

18. November 1994 120 ausserordentliche GV im Hotel Rösslipost
Es sind nur 23 Personen anwesend
Traktandum 8 Liquidation des Vereins. Nachdem alle den "Chropf"
geleert haben und den Fragen auf den Grund gekommen sind, wird die
Vereinsauflösung, wie demzufolge die Gründung eines neuen Schiessvereins
EINSTIMMIG angenommen.
Nebenbei bemerkt werden muss, dass wir um 23:30 Uhr
per Telefon den Bericht des Präsidenten Gody Horath vom Militärschiessverein
bekommen haben, dass die Abstimmung über die Liquidation ihres Schiessvereins
von 19 zu 3 Stimmen angenommen wurde.
Aktuarin Erika Wiget.

Ab 16. April 1993 bis und mit 09. Januar 1995 Erika Wiget

Fast wäre das Protokollbuch voll. Die Aktuarin Erika Wiget schreibt noch die Vorstandsitzung der Schützengesellschaft Unteriberg die offenbar lange gedauert hat, denn als Abschlussbemerkung schreibt sie: Vorstandsitzung sollte nicht länger als zwei
Stunden dauern. Über den Schluss hat sie sich ausgeschwiegen!

Vereins-Chronik über das Schützenwesen in Unteriberg

Anno 1875 wurde der Schützenverein gründet.
1881 ein schönes Vereinsbanner aus Seide angeschafft mit der Aufschrift:
Schützengesellschaft auf den Stöcken.
Geschossen wurde anfänglich im Freien, meisten mit der Armbrust. Im Jahre 1893 wurde auf der Herti ein neuer Schiessplatz errichtet. Damit die Zeiger bei schlechtem Wetter
unter Dach waren, erstellten die Männer unter grossem Aufwand unter der Hirschfluh, einen gedeckten Scheibenstand. 1901 steht im Protokoll „der schöne Schützen – u. Scheibenstand sei innert dem Zeitraum von 4 – 5 Jahren schuldenfrei. 1898 wurde ein Vertrag gemacht zwischen der Standschützengesellschaft und dem Militärschiessverein. Die ganze Anlage wurde Eigentum der Standschützen und mit dem Vertrag wurde für die Militärschützen die Benützung und die Kosten geregelt. Unter Ziffer 5 hiess es: Der
Militärschützenverein hat das Recht ihre vom Militärdepartement aufgegebenen
obligatorischen Schiessübungen auf den Scheiben 1 und 2 und 4 auszuführen.

Hier käme die Jahreszahl vom Bau der Schiessanlage der Militärschützen
1927 neues Vereinsbanner, gestickt von den Schwestern im Kloster Au
1948 wurde der alte, gedeckte Scheibenstand durch einen modernen,
offenen ersetzt.
1967 musste nochmals ein neues Banner durch die Firma Heimgartner angeschafft werden.
1975 Jubiläums-Schiessen 100 Jahre Standschützengesellschaft mit 52 Sekt./1252 Schützen
1994 Fusionierung beider Vereine und Gründung der Schützengesellschaft Unteriberg
Die Militärschützen aber sparten zusammen und liessen ebenfalls eine Vereinsfahne sticken.
An einem Samstag im Winter 1956??? weihten sie ein neues Banner ein, wobei die
Standschützen Patensektion war. Friedlich und feierlich marschierten die
Fahnendelegationen von Oberiberg, Studen und der Standschützengesellschaft,
zusammen mit dem neuen Banner des Militärschiessvereins aus der St. Josefskirche
in Unteriberg. Die moderne Zeit brachte es mit sich, dass es immer schwieriger
wurde bei beiden Vereinen Leute für den Vorstand zu finden. Zudem sah man auch
ein, dass ein Zusammenschluss mehr Erfolg bringen würde. Wie man so schön sagt:
"Ein steter Tropfen höhlt den Stein".
Am 24. Oktober 1994 traten die beiden Vorstände zusammen und beschlossen dass jeder Verein am 18. November 1994 eine ausserordentliche GV einberufe mit dem Thema Vereinsauflösung. Resultat: Standschützen – einstimmig, Militärschiessverein 19 ja und 3 nein. Die Liquidation war beschlossen.
Am 09. Januar 1955 tagte erstmals der Vorstand der Schützengesellschaft Unteriberg.

Gründung des Vereins Datum
Neues
Vereinsbanner Datum

1.Obligatorisch am Freitag 22. Juni 18.00-19.30

 

2.Obligatorisch am Freitag 31.August 18.00-19.30

Infos für die Obligatorischschützen

(Der sichere Umgang mit der persönlichen Waffe)